Am Wochenende hat also wieder das Dschungelcamp auf dem Sender mit den 3 Buchstaben angefangen. Nein, nicht ZWS, aber wir tun einfach mal so, als ob.
Die Insassen, welche in dieser 6. Staffel den Dschungel bevölkern, könnten mittlerweile unbekannter und unbedeutender kaum sein. Einziger Zugname: Brigitte Nielsen. Ansonsten jede Menge schon längst vergessene Casting Opfer wie zum Beispiel Daniel Lopes, der es vor zehn Jahren mal auf einen spektakulären 8. oder 7. Platz beim Nachbarformat DSDS des Senders ZWS geschafft hatte. Wahnsinnig prominent, oder?
Ein esoterisch angehauchter Mentalist, der sich lieber mit Raben unterhält, als einem echten Job nachzugehen, glaubt, er könne sich schon am zweiten Tag erlauben, ZWS zu erpressen. Er brauche halt seine 4 Schachteln Kippen am Tag. Nebenbei sorgt er sowohl mit homophoben, als auch mit sexistischen Sprüchen für Aufruhr.
Das obligatorische Nacktmodel darf im warmen Dschungel natürlich auch nicht fehlen – ist ja schließlich heiß dort. Deswegen ist ihr Luxusgegenstand auch, logischerweise, ein Satz “Nippelbommel”. Wer würde schon ohne sie in den Dschungel gehen?
Die restlichen Bewohner sind eigentlich fast schon zu unbedeutend, um sich überhaupt ihre Namen zu merken. Aus vergangenen Knoff Hoff Zeiten ist Ramona Leiss auferstanden – aber manche hätten einfach lieber liegen bleiben sollen. Kinderstar Momo aka Radost Bokel ist auch da. Ich hab zwar noch nichts von ihr gesehen, aber sie soll wirklich im Camp sein. Genauso wie Ex-Mitglied bei der Girlgroup Tic Tac Toe Jazzy. Und einer von den Ochsenknechts, aber mit ohne Doppelnamen.
Und dann ist da natürlich noch mein Liebling Ailton, der Fußballspieler. Der ist ein wahrer Lichtblick im Dschungelcamp und ein Garant für – unfreiwilliges – Schmunzeln.
Ansonsten ist das Prinzip wie in jeder Staffel klar: Prüfungen, in welchen die Insassen ekeliges, lebendiges, schleimiges und widerliches Essen müssen oder Prüfungen, in welchen sie mit allem, was im australischen Dschungel so vom nächsten Tierfachhandel eingeflogen werden konnte, beschüttet werden. Ratten, Schlangen, Maden, Käfer, einmal das komplette Programm, bitte.
Was mich aber als Tierfreund mal wieder in akute ZWS Anfälle ausbrechen lässt, ist das lebendige Verspeisen von Tieren. Das muss doch nicht sein, lieber Swender ZWS! Ekel kann man auch auf viele andere Arten erzeugen. Ich will nicht live on air sehen, wie Tieren der Kopf abgebissen wird. Basta.
Auf jeden Fall zielt das Dschungelcamp mal wieder nur auf eines aus: Zoff. Und der wird ihnen von den “Promis” – immer die nächste Schlagzeile im Hinterkopf – auch liebend gern geliefert. Egal, wie peinlich oder erniedrigend es sein mag. Schöne neue Welt.